kids and me

... neues vom kinderarzt ...
 
 

hannelore kohl

ok ich habe mich etwas rar gemacht, nach schönem maiwochenende nun ein ebensolches pfingstwochenende, nur kurze arbeitswochen momentan - habe ich kein problem mit - kam es dann heute am pfingstdienstag gleich geballt.

gefühlt alle kinder des mir zugeteilten stadtteil angeschaut, gefühlt alle kollegen sonst im urlaub, hallo, ich komme von dem kollegen aus dem nachbarort und möchte gerne meine lebensgeschichte erzählen.

gefühlt fünfundsiebzigmal erklärt, das pickelchen in den ersten sommerwochen normal sind, dass sonnenallergie eigentlich keine ist, außer man heißt hannelore kohl , aber dann hat man auch keine, sondern eher eine lichtallergie . das ist so ähnlich, wie die mütter, die mir immer erklären, ´s bobele "hat de keuchhuste" - und meinen, ´s bobele würde nur viel husten.

was hier alle sonnenallergie nennen, sind schlicht ein paar pickelchen auf winterverwöhnter haut, malträtiert durch akute uv-strahlung, celsius-grad-sprünge in die zwanziger, sonnencreme (oder eben auch nicht) und schwitzen. macht die haut eben nicht mit.

gefühlt zwanzig mal erklärt, dass der befundete sonnenbrand tatsächlich sonnenbrand ist und nicht etwa masern - ehrlich! - und nochmals vor dem ersteren wie dem letzteren eindringlich gewarnt.

gefühlt zehnmal schürfwunden, gerissene fuss/finger-nägel und blaue flecken begutachtet, weil ach, plötzlich der asphalt in diesem sommer härter ist als im letzten und wieder die protektoren beim inlinern oder rollern nicht getragen wurden.

gefühlt jetzt den feierabend erreicht, traurig, dass dr house grad pause macht, freu ich mich eben auf bully und emergency room.

13.5.08 18:14

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bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Ute / Website (13.5.08 20:42)
Nanu? Ärzte gucken Ärzteserien? Nun verblüffen Sie mich aber. *g*


kinderdok (13.5.08 23:03)
who else? wallstreet für börsianer, kleine fische für schauspieler und house for doctors.


Anke (14.5.08 07:26)
Dr House lief doch gestern, nur leider eine alte Folge.
War die 3. Staffel denn eigentlich fertig?


kinderdok / Website (14.5.08 07:50)
alte housefolgen sind wie die zeitung von gestern - schon gelesen. ich denke, die 3.staffel ist durch - ausreichend cliffhanger hat es ja gegeben.


Ute / Website (14.5.08 09:57)
Naja, ich war der Ansicht, daß Ärzte sich bei sowas nur noch schreiend die Haare raufen ob der vielen Script- und Regiefehler. Als da z. B. der Patient wäre, der nach 10 Jahren Koma mal eben aus dem Bett hüpft, meilenweit Auto fährt und sich eine Nacht im Kasino um die Ohren schlägt. *grübel*


campino (14.5.08 12:40)
Berater aus der Medizin gibt es überall, nur werden im Normallfall medizinische Fakten gerne mal verbogen, wenn dann der Plot spannender wird.
Bei Dr. House passiert das eher selten. Spannung bekommt die Serie über Nebenhandlung (Streit von House mit seinen Assistenten, die verschiedenen Beziehungsgeschichten o.ä. ).
Grob gesagt gilt fast überall: Je weniger der Fall mit dem Handlungsstrang, der es eigentlich spannend macht, zu tun hat, umso besser recherchiert sind die Fakten.
Abstriche werden gemacht, sobald Dinge auch für Laien verständlich werden (z.B. als House einen Blasenverschluss hat, pinkelt er 3 Tage nicht, wie die Assistenzärztin vorrechnet, hätte er dann 4,5 l Urin in der Blase gehabt, das ist etwas viel. Aber die Angabe, dass er 1 Tag nicht auf der Toilette war (laut Assistenzärztin realistischer), hätte nicht so spektakulär geklungen ) oder wenn es sonst eine Nebenhandlung zerstört werden würde (ein House- Beispiel fällt mir nicht ein, aber in vielen Serien muss der Kranke ja mal rumlaufen, um seine Beziehung zu retten, obwohl er eigentlich garnicht laufen kann o.ä.).
Das House- Konzept eines zwischenmenschlich schwierigen Arztes ist also Qualitätsgarant in Bezug auf die medizinischen Fakten. Es würde auch mit (fast) jedem anderen Beruf funktionieren (z.B. in Krimis auch sehr beliebt), das er Arzt ist verpasst dem ganzen nur einen zusätzlichen Kick, schließlich geht es ständig um Menschenleben...


kinderdok / Website (14.5.08 15:54)
house und emergency room haben sehr gute berater - die medizinischen fakten stimmen in der regel, auch wenn sie - wie campino sagt - oft etwas für die spannung "verschärft" werden. ich habe mal gelesen, dass house nach einer kolumne entstanden ist, in der ein namhafter arzt (aus boston) knifflige medizinische probleme zum besten gab.
am meisten nerven mich bei den arztserien die beschissenen synchronisationen. ein arzt würde nie von einem ösoPHAgus oder einem diabetes mellIIItus sprechen, betonungen sind ein graus.


Ute / Website (15.5.08 07:06)
Na dann kann es ja wieder spannend werden. *g* Trotzdem würde mich interessieren, inwieweit ein Komapatient nach zehn Jahren einfach so wieder aufstehen, herumlaufen und sich eloquent unterhalten kann. Kam doch auch in einer der House-Staffeln vor, wenn ich mich nicht irre. Und das fand ich schon ziemlich äh... fragwürdig.