kids and me

... neues vom kinderarzt ...
 
 

peinliche steigerung

"...nein."

"...nicht zu Hause."

"...nur auf dem balkon."

"...nur in der küche."

"...nicht im gleichen zimmer."

"...nicht neben ihr."

"...ja."

auf meine frage, ob in der familie geraucht wird. wann immer ein säugling mal länger als zwei wochen hustet. 

natürlich auch noch mit der variante zwei multiplizierbar.

22.1.09 22:38

Werbung


bisher 27 Kommentar(e)     TrackBack-URL


mama schwaner / Website (22.1.09 22:57)
ja, peinlich trifft es sehr gut. wobei elendich auch passen würde.


Muckeltiger / Website (23.1.09 10:59)
Rauchen ist eine Sucht und so gesehen auch eine Krankheit.
Schade, dass das als peinlich deklariert wird.


Ralle (23.1.09 11:12)
@Muckeltiger:
Textverständnis 6, setzen.
Peinlich ist nicht die Tatsache, dass jemand raucht, sondern dass das in unmittelbarer Nähe von Säuglingen passiert...
... und dass da keine Verbindung zwischen dem Rauch und einem länger anhaltenden Husten des Kindes registriert wird.

Und ja, das finde ich auch peinlich.


Elphaba / Website (23.1.09 12:35)
Ich rauche auch... vor der Tür (deswegen im Winter weniger)
Nicht in der Schwangerschaft (dafür war mir immer viel zu schlecht, was im Bezug darauf durchaus sein Gutes hatte) und nicht in der Stillzeit.

Man darf aber auch nicht vergessen (das soll nun keine Verteidigung sein, ist aber ein Aspekt) Niktoin ist unter Umständen eine Selbstmedikation viele (nicht alle! aber der prozentuale Anteil ist bestimmt erstaunlich, auch was Depressionen betrifft) Raucher haben ein ADHS.


Ute / Website (23.1.09 13:55)
@Elphaba: Dann sollen sie eben Nikotinpflaster oder -kaugummi nehmen oder sich das Zeug meinethalben als Tabak-Aufguß reinpfeifen oder intravenös injizieren, aber nicht zur Zigarette greifen, die mit Tausenden von Schadstoffen auch noch Dritten schaden. Allen voran den Babys. Ich werde es nie verstehen, und ich will es auch gar nicht. Es gibt genügend Alternativen, wenn man den Stoff denn nun unbedingt zu brauchen meint.


Muckeltiger / Website (23.1.09 17:17)
Das hab ich wohl verstanden.
Ich hab mich etwas missverständlich ausgedrückt.
Aber danke für die arg freundliche Erklärung.

Ob rauchende Eltern nun wissentlich oder aus mangelnder Aufklärung ihr Kind gefährden - sich darüber stellen und es abwertend als "peinlich" zu deklarieren ist keine Lösung..


Elphaba / Website (24.1.09 00:17)
@Ute, mit dieser Einstellung erreichen sie nichts! Wenn man was bewegen will muss man die Binnensichten der Betroffenen verstehen können und nicht zusätzlich stigmatisieren (Und um das klar zustellen, ich sehs das selbst als Zumutung für die Kinder, aber damit ist keinem geholfen!)


Ute / Website (24.1.09 16:51)
Doch. Mit dieser Einstellung erreicht man beispielsweise nach Jahrzehnten des Vollgequalmtwerdens endlich!!! ein Rauchverbot in Restaurants und öffentlichen Gebäuden.

Verstehen kann ich durchaus. Aber verstehen heißt noch lange nicht, daß ich auch hinnehmen muß. Ganz im Gegenteil.


Elphaba / Website (24.1.09 19:18)
Was hat das mit rauchenden Eltern zu tun? Wollen Sie denen das rauchen zu Hause verbieten? Mit Intoleranz kommen Sie nicht weiter, genau so wenig wie mit Stigmatisierung!


Matze (24.1.09 22:33)
@Elphaba:
"Was hat das mit rauchenden Eltern zu tun? Wollen Sie denen das rauchen zu Hause verbieten? "

Nun, das wäre eine Möglichkeit. Für Juristen wäre es mal eine interessante Frage, ob es das nicht eigentlich bereits ist! Warum? Nun, man darf sein Kind bekanntlich nicht verletzen und ihm keinen Schaden zufügen - das tut man durch die Qualmerei in seiner Nähe aber!


Matze (24.1.09 22:41)
Zum Thema Intoleranz:
Seltsam, dass üblicherweise die Nichtraucher als intolerant hingestellt werden (weil es die Raucher ja ganz locker sehen, wenn man in ihrer Gegenwart nicht raucht).
Ich bin immer ein toleranter Nichtraucher gewesen; an der Bushaltestelle, auf dem Bahnhof, auch im Restaurant war's für mich o.K., wenn sich jemend eine angesteckt hat. Nur - derjenige muss sich ja nicht gerade so positionieren, dass die Fluppe direkt vor *meiner* Nase herumwedelt, bzw. die dicke Wolke direkt über mein frisch serviertes Essen geblasen wird. Aber bei entsprechendem Hinweis war ich dann angeblich intolerant. Ja nee, is' klar...


Elphaba / Website (25.1.09 06:46)
Ganz klar, ein Rauchverbot für Eltern zu hause würde natürlich helfen! (vorsicht Ironie), würde sich natürlich auch jeder daranhalten, den es geht ja nur um eine Sucht die jeder Mensch ohne wieteres abstellen kann. Und weil sich natürlich alle daran halten, drängt man diese Eltern dann auch nicht in die Strafbarkeit...

Falls unter Euch jemand übergewichtig sein sollte, das Essen in gegenwart Eurer Kinder sollte man Euch verbieten, ihr seid ein schlechtes Vorbild, Eure Kinder werden dann auch Übergewichtig und krank, weil Ihr es ihnen vormacht.


Matthias (25.1.09 12:02)
Nikotin ist ein Nervengift.
Das erklärt die leichte Reizbarkeit der Raucher sowie ihr unterdurchschnittliches Vermögen, logisch zu denken.


Elphaba / Website (25.1.09 12:51)
Weia!


patsy / Website (26.1.09 16:45)
*...das Rauchen zuhause verbieten...*
Okay, dann bitteschön aber auch den Alkohol"genuss". Denn frag doch mal den Doc wieviele Kinder er schon gesehen hat die "die Treppe runtergefallen" sind oder schon die ersten Traumatischen Anzeichen haben weil daheim ständig Terror ist wegen einem besoffenen Elternteil. Und könnt ihr VORHER garantieren welche Eltern Alkohol nur "vernünftig" zu sich nehmen?
Wenn Eltern in der Küche oder auf dem Balkon rauchen, find ich das völlig in Ordnung. Rauchen ist nunmal ne Sucht und es ist nicht immer das Nikotin um Ute entgegenzukommen. Ich schaff es nicht aufzuhören, weil mir bzw. meinem "Suchtzentrum" im Hirn das Inhalieren "fehlt", da hilft auch kein Nikotinpflaster!


Ute / Website (26.1.09 20:08)
Nur daß der Unterschied zwischen Alkohol und Qualm darin liegt, daß man letzteren niemals "vernünftig" zu sich nehmen kann. Alkohol kann man durchaus trinken, ohne Dritten zu schaden. Man kann ihn je nach Menge sogar trinken, ohne sich selbst zu schaden. Weder das eine noch das andere ist aber mit Tabakqualm möglich. Vom ersten Zug an werden alle Umstehenden in Mitleidenschaft gezogen. Aber klar, die sind ja böse und intolerant.

Komisch. Eine Frau, die sich von einem unverbesserlichen Alkoholiker scheiden läßt, kann jeder verstehen. Aber wer zugequalmt wird, hat gefälligst Verständnis zu haben für den armen, armen Süchtigen. Schon klar.


patsy / Website (26.1.09 20:23)
Das sagt keiner. Ich kann ja auch verstehen, das man nicht "zu gequalmt" werden will, denn stinken tut es auch (mal abgesehen vom gesundheitlichen). Da ist meiner Meinung nach Rücksicht aber auch gegenseitige Toleranz gefragt. Ich z.B. konnte noch nie was mit Kiffen anfangen, ich hasse den Geruch. Wenn dann jemand das Zeug unbedingt rauchen will, dann geh ich halt aus dem Raum, aber ich schmeiße nicht mit Steinen nach den Leuten. Meistens ist es aber so, das die Leute dann darauf verzichten, wenn ich (nett!!!! ) sage, das ich dann solange rausgehe. Ich denke das man für Nichtraucher auf jeden Fall verständnis haben muss, aber bitteschön die Nichtraucher auch für die Raucher. Denn auch wenn viele das abtun, es ist nunmal eine Sucht und leider nicht als Sucht anerkannt, das heißt, qualivizierte Entzüge gibt es dafür nicht. Als Raucher steht man zielich alleine mit dieser Sucht da und wenn jemand psychisch (nicht physisch!) abhängig ist, dann hilft nunmal kein Nikotinpflaster, weil es nämlich dann gar nicht um den Nikotin geht!


Ute / Website (26.1.09 21:10)
Dann ist aber eine Therapie angesagt, die der Raucher aber auch wollen muß. Sich aber einfach auf der Sucht auszuruhen und auch noch "Toleranz" einzufordern, empfinde ich als Unverschämtheit. Mit welchem Recht fordert jemand Toleranz, wenn er meine Gesundheit schädigt??? Soll _er_ doch zum Qualmen rausgehen!


Ute / Website (26.1.09 21:15)
PS: Mein Großvater ist ein sehr aggressiver Mensch. Hat er von seinem Vater geerbt, kann er leider, leider überhaupt nichts für. Seid doch bitte tolerant, wenn er mal wieder einen Passanten vermöbelt oder bei einem Besuch Euer Geschirr zertrümmert. Ihr könnt ja solange rausgehen.


patsy / Website (26.1.09 21:27)
@ Ute: Klar, ich würde sofort eine Therapie dafür machen, aber ich kann ich auf einen Schlag 400,- € dafür locker machen, ja, Rauchen kostet auch, je nach Menge ca. 100,- € im Monat. Aber wie gesagt 100 sind nicht 400 und das Geld für die Zigaretten zu sparen um ne Therapie zu machen, geht ja schlecht, weil an ja Rauchen muss (Sucht!!)

P.S.: Es gibt Therapien für aggressionen und die werden von der Krankenkasse bezahlt, genauso wie Alkohol, andere Drogen und auch Essstörungen! (Bevor sowas jetzt noch kommt) Und all diese anerkannten Süchte haben sich die Süchtigen auch sozusagen "ausgesucht", (falls jetzt der Schrei kommt, das man ja nie hätte damit anfangen brauchen und man es ja selbst schuld sei und warum dann andere dafür zahlen sollen) :-)


Matze (26.1.09 22:17)
Mir scheint, ich muss meine Äußerung von oben mal präzisieren.

Also, mir ging's nicht darum, einen harmlosen Raucher zu kriminalisieren. Wer - wie Patsy schreibt - auf dem Familien-Balkon oder im Gästeklo oder der Garage o. dgl. raucht, nun, warum nicht, kein Problem. Die Küche hingegen finde ich grenzwertig, der Lebensmittel wegen. Wer alleine wohnt, kann sich in seiner Wohnung meinetwegen räuchern, in Alkohol einlegen und pökeln - ist mir völlig egal. Aber wer Kinder hat, trägt für deren Gesundheit Verantwortung, und dazu gehört eben auch, sie nicht vollzuqualmen.

Es geht hier ja eben *nicht* um das Rauchen auf Bahnhöfen und in Restaurants, dem ich mich als Nichtraucher (in Grenzen) auch selbst entziehen kann, sondern es geht um das Rauchen im Lebenumfeld eines hilflosen Säuglings, der sich dem nicht entziehen kann und bereits Symptome einer Schädigung zeigt! Das ist nun wirklich eine ganz andere Kategorie!

Die verschiedenen Süchte und elterlichen Missgriffe zu vergleichen hinkt zwangsläufig. Wie oben geschrieben wurde, kann man moderat Alkohol konsumieren, ohne seinem (bereits geborenen und abgestillten) Kind zu schaden. Man kann sich mit Essen vollstopfen und total verfetten, das Kind wird davon nicht selbst zunehmen. Den Qualm bekommt es aber direkt mit. Und es kann im Gegensatz zum Partygast oder Restaurantbesucher übrigens auch nicht 'rausgehen...

Die Sache mit dem schlechten Beispiel und evtl. Folgeeffekten ist aber tatsächlich nicht von der Hand zu weisen; wer säuft hat meist auch Verhaltensauffälligkeiten, deren Folgen die Kinder zu spüren bekommen und wer sich selbst zum Doppelwopper entwickelt wird den Kindern auch nur selten eine gesunde Mahlzeit zukommen lassen.

Und das würde ich in der Tat als ähnliche Schädigung werten wie das Zuqualmen.


Matze (26.1.09 22:18)
Teil 2:

Muss man Eltern mit einer Sucht (welcher auch immer) kriminalisieren? Nein. Wenn sie erkennen lassen, dass ihnen das Wohl des Kindes ehrlich am Herzen liegt, indem sie eben eine Therapie machen oder auf dem Balkon rauchen und die anderen Lebensumstände in Ordnung sind, dann ist IMHO alles klar.

Wer aber meint, seine Sucht sei eben eine Tatsache und das Kind müsse da eben durch, der braucht Hilfe. Dringend. Nicht nur beim Abgewöhnen, auch das Realitätsmodul muss unbedingt justiert werden. DAS KIND KANN SICH DEM NICHT ENTZIEHEN!!! Es ist nicht einfach intolerant, sondern verdient sein verdammtes GRUNDRECHT auf körperliche Unversehrtheit! Und wer das nicht kapiert, der sollte besser keine Kinder bekommen. Und wenn er aber nunmal so ein schutzbedürftiges Wesen am Rockzipfel hat, dann muss er eben seine Verantwortung wahrnehmen. Und beispielsweise auf dem Balkon weiterqualmen oder es - ggf. mit fremder Hilfe - abgewöhnen. Ja, eine Therapie kostet ggf. Geld. Nein, ich finde es auch nicht korrekt, wenn sie beim Rauchen nicht ebenso gefördert oder erstattet wird wie bei anderen Süchten. Aber da muss man durch. Irgendwie. Und nicht das Kind - das hatte nämlich *nie* eine Wahl...


patsy / Website (27.1.09 07:57)
@ Matze: Da stimmich dir auch voll und ganz zu. Es liegt im Verantwortungsbewusstsein der Eltern ihre Kinder zu schützen, denn die Kinder können sich dem nicht selbst entziehen.
Was mich nur immer aufregt, sind die Nichtraucher, die so tun als wäre Rauchen nichts weiter als eine blöde Angewohnheit und die das am liebsten kriminalisieren würden. Die Nichtraucher, die Raucher wie "Schwerverbrecher" behandeln und am liebsten mit Steinen auf jeden werfen würden, der raucht.
Mir ist es mal passiert, das ich bei einem Spaziergang (alleine!!) an einem Paar vorbei gekommen bin und der "Herr" mich auf´s übelste mit Schimpfwörtern belegte, nur weil ich ne Zigarette an hatte. Stinker war da noch das harmloseste. Manchmal hat man das Gefühl, das eine regelrechte "Hexenjagd" auf Raucher veranstaltet wird.
Kinder schützen? Ja, auf jeden Fall und ohne Frage! Aber bitte mit Vernunft und Verstand und nicht indem man Menschen kriminalisiert.


Elphaba / Website (27.1.09 09:01)
@ Matze *daumennachoben*
schon vom zweiten Raucher in der Runde!


Schäfchen / Website (27.1.09 19:37)
Oh weh, mein Thema ...

Ich hab nichts gegen Raucher. Ich finde Eltern toll, die sich der Kinder wegen das Laster abgewöhnen. Ich finde Eltern verantwortungsbewusst, die auf den Balkon gehen zum Rauchen und die Türe hinter sich schließen, um das Kind zu schützen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Fremde dem Schutz der Kinder positiver gegenüber stehen als Familienmitglieder. Dass sie auf eine freundliche Bitte oder einen netten Hinweis aufgeschlossen und mit dem Ausdrücken / Auslassen des Kippe reagieren. Familiär muss ich mir vorwerfen lassen, überempfindlich zu sein, weil ich mein großes Kind (das auf Nikotin mit Asthma reagiert) und mein mittleres Kind (das krebskrank ist) und mein Baby vor Passivrauchen schützen will.
Rauchen in Gegenwart von Kindern hat nichts mit Sucht sondern mit Rücksichtslosigkeit zu tun. Mit nicht verstehen wollen. "Es hat euch ja auch nicht geschadet" krieg ich hier zu hören. Hat es nicht? Ich hatte einen Raucherkehlkopf noch bevor ich jemals eine Kippe geraucht hatte. Ich habe damals das notwendige Gesundheitszeugnis für den Traumberuf nicht bekommen ...
Danke an alle Raucher, die Verständnis haben! Wenn alle so denken würden, bräuchten wir keine Gesetze zum Schutz der Nichtraucher.


Elphaba / Website (29.1.09 09:08)
Sicher ist es Dein gutes Recht Leute darauf aufmerksam zu machen, dass sie die Zigarette bitte ausmachen mögen oder vor die Tür gehen. Und jeder anständige Mensch tut das dann auch.

Mit Stigmatisierung kommen wir aber nicht weiter, das bewirkt eher das Gegenteil:
http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Rauchen-Schwangerschaft-Gew%FCrzgurken-Glimmst%E4ngel/608001.html


1000Sunny / Website (5.2.09 09:55)
Schon wieder eine "Die anderen sind schlechte Eltern-Debatte".
Ich finde, wir sollten uns fragen, was das für eine Gesellschaft ist, die fast alle Drogen verbietet - aber dann doch Rauchen und Alkohol zulässt?