kids and me

... neues vom kinderarzt ...
 
 

wartezimmervesper

warum wird eigentlich in der praxis immer gegessen?

naja, ok, nicht immer. typische blog-übertreibung. aber warum schaffen es eltern nicht, mit ihren kindern irgendwo hinzugehen, ohne ihnen ständig eine semmel, eine brezel, einen keks, ein gummibärchen in den mund zu stopfen? warum können eltern sich nicht anders mit ihren kindern beschäftigen?

man kann sich nicht vorstellen, wieviele krümel im wartezimmer verteilt werden, wie oft ich in ein untersuchungszimmer marschiere und simona-tyra-tschakelin matscht eine banane auf dem wickeltisch.
klasse auch im sommer erdbeereis, oder rote lutschbonbons.

"im hals hat sie nichts?"
"doch - brezelkrümel und gefärbte tonsillen."

keine ahnung, ob das unhygienisch ist, in der arztpraxis zu essen, ich persönlich finde das schon. aber noch ärgerlicher finde ich das verteilen der essensreste in den räumen, die apfelreste im papiermüll und die kekse in den ritzen der säuglingswaage.

warum kann man nicht zu hause essen und trinken? warum kann man nicht ein buch mitbringen zum zeitvertreib oder spielzeug? unsere wartezeiten sind nun wirklich nicht solange, dass der hungertod droht.  

von den nuckelfläschen mit den klebrigen zusammengekehrten obstresten in flüssiger form multivitaminsäften möchte ich gar nicht erst anfangen. oder den zweijährigen mit kaugummi in der gosch. wie sagte der hno-kollege damals: "es gibt nichts schöneres, als einen hubbabubba aus dem rechten hauptbronchus zu ziehen."

uff. so. das musste ich heute mal loswerden, nachdem ich einen abgeleckgten lolli von der wickelauflage geklaubt habe. 

21.4.09 18:40

Werbung


bisher 31 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Silberpfeil / Website (21.4.09 19:00)
Bei unserem Kinderarzt muss ich schon gar nicht probieren, unserer Kleinen etwas zu essen anzubieten. Denn dort gibt es soviele interessante Spielsachen und Bücher im Wartezimmer und dann hat es ja meist auch andere Kinder zum Spielen. Wer will da schon essen.
Toll finde ich auch, dass es auch in den Untersuchungsräumen Spielsachen hat. So kann man mit den Kleinen die Wartezeit immer gut überbrücken.


kleingeldprinzessin (21.4.09 19:51)
Essen beim unserem Arzt war verboten. An der Wartezimmertür hing ein großes Schild dafür hatte er ne Rutsche im Wartezimmer. Da war Essen zum Zeitvertreib gar nicht nötig.
War sehr selten krank aber wenn ich als Kind dann endlich mal krank war, dann immer gleich so ansteckend, dass ich zum Seiteneingang rein musste. doof.


DasPossum / Website (21.4.09 21:57)
So gerne ich unsere KiÄ habe - aber Wartezeiten von zwei bis drei Stunden sind da schon mal gerne drin. Da geb ich meinem Zweijährigen doch mal gerne was zu trinken...


laurundizza (21.4.09 22:10)
...kekse geht ja noch ! bei uns hat vor ein paar tagen eine muddi ihren zuhause gekochten möhrenbrei ( im tubberteller) mitgebracht und verfüttern wollen. leider ist ihr die heisse pampe dann ( hab es erst da gesehen) im hohen bogen über den sisalboden gekippt. 2 stunden putzerei und nun ein klasse orangen fleck im babyzimmer-heul !


Luna (21.4.09 22:36)
Bei Babys kann man es ja noch verstehen, dass sie bei längeren Wartezeiten ein Fläschchen brauchen oder gestillt werden müssen. Aber nach der Babyzeit hab ich es immer geschafft, Tochterkind im Wartezimmer ohne Essen bei Laune zu halten. Oft sah sie aber andere Kinder essen und wollte dann natürlich auch was... hab sie dann immer vertröstet, dass ich was im Auto habe für später. Später hatte sie dann meist vergessen, dass sie was haben wollte .


FantaFünf / Website (21.4.09 23:14)
Naja - ich würde sagen, es kommt ganz auf die üblichen Wartezeiten beim Arzt , die angebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten, das Alter des Kindes und die Art bzw. den Grad der Krankheit an, ob man als (pflichtbewusste :;-)) Mutter dem Sprössling etwas zu essen und trinken mitnimmt ...


Claudia (22.4.09 00:18)
Na das ist kein Arztpraxisspezifisches Phänomen.

Die Kinder sind heute generell ständig kurz vorm Verhungern. Mutti kann sich unmöglich irgendwo ohne obligatorische Tupperdose blicken lassen, denn ruckzuck steht man als Rabenmutter da und das Kind wird anderweitig durchgefüttert.
Über Apfelschnitze darf man sich noch freuen, Gummibären und Butterkekse sind keine Seltenheit. Ganz egal ob das vormittags eine Stunde in der Krabbelgruppe ist oder nachmittags auf dem Spielplatz.

GsD sind wir aus DEM Alter raus und Kind ist nicht mehr in Gefahr, plötzlich zu verhungern.


Rose / Website (22.4.09 07:58)
Ich würde es mal so sagen: je nach Uhrzeit des Arzttermines und je nach Wartedauer (bei dem einen Kinderarzt war unter einer Stunde Wartezeit nichts drin) hab ich auch meinen Kindern eine Brezel mitgenommen. Unser heutiger Kinderarzt hat keine lange Wartezeiten.


kinderdok / Website (22.4.09 08:14)
also ich bin ja auch vater. und wenn wir irgendwo hingehen, was nicht einer halbtagesentfernung von zu hause entspricht (fahrradtour, vielleicht das wochenendbummeln in der stadt etc), nehmen wir auch kein essen mit. eine stunde wartezeit beim kinderarzt? ja, das ist lang. da stimmt was mit der terminplanung nach. aber in dieser stunde verhungert kein kind. das ist reine beschäftigungstherapie. so, dabei bleibe ich.

wer kein spielzeug in einer kinderarztpraxis findet, befindet sich nicht in einer kinderarztpraxis.


laurundizza (22.4.09 09:22)
richtig-aber, du kannst noch so tolle spielsachen haben ( die immer unter beifallklatschen einiger muddis zerstört werden), gegen die berge von irrsinn in so manchem kinderzimmer-waarenhaus kann eben keiner konkurieren... da muss eben gegessen werden. tut man sonnst doch auch-vorm fernseher, im auto, beim einkaufen, kauen als ersatzbefriedigung. und wenns zuhause sonnst nur fritten und chips gibt, ist so eine kinderarztpraxis doch der rechte ort, die anderen davon zu überzeugen, dass zuhause ö-kuh-logisch ! gekocht wird ( nur, dass die gören es dann nicht essen-grins).

und wenn horst-sergio(3jahre) eben nicht warten kann-oder will-oder einen termin zum spielen hat, dann sind wartezeiten von 20 minuten ( ohne termin) eine zumutung, die nur mit essen ( auf dem boden, an den scheiben usw.)zu ertragen sind, das einzige mittel, den damen da vorn am tresen, mal zu zeigen, wo der hammer hängt.

etwas abgenervt vom blick ins zerlegte wartezimmer

laura


magrat (22.4.09 10:10)
Essen ist bei unserem KiA auch verboten, und zum trinken hat er eine Wasserflasche und Becher im Wartezimmer.
Wenn ich zum KiA gehe, sind meine Kinder eh meist zu krank zum essen oder zum spielen, die hängen dann nur im Sessel, bis sie dran sind.

Noch schlimmer als die ständig ihre Kinder mästenden Mutties sind die Hypochondermutties, die Dschessika-Tschacklin zu jeder Gelegenheit irgendwelche Glaubuli oder Notfalltropfen in den Mund stopfen.

Über Fehlkonditionierung und Suchterzeugung durch unnötige Medikation bei Befindlichkeitsstörungen steht vermutlich nix in der Apothekenumschau, Bäckerblume oder Brigitte.


Buchstabensalat / Website (22.4.09 10:24)
Wenn mein Kind im Wartezimmer gegessen hat, dann deshalb, weil wir genau zur Essenszeit beim Kinderarzt waren - egal, wie lange wartend.
Und sorry, das tu ich keinem Kind unter zwei Jahren an, daß es auf seine gewohnte Essenszeit verzichtet, wenn es eh schon krank ist.
Ein Zwieback geht immer.

Salat


Zwölfe / Website (22.4.09 11:02)
Ich habs auch noch nie verstanden, ganz ehrlich nicht.

Babies stillen und Flasche geben, ganz klar, aber selbst zweijährige müssen nicht dauergefüttert werden.

Vorallem suggeriert das " ich muss immer überall essen" Kindern schon früh, das ohne dauergefutter nix geht...

Genauso wie die verhungerten Kinder, denen Muddi im Supermarkt die Milchschnitte aufmacht und in die Hand drückt um dann später das Papierchen zu bezahlen....

Meine Kinder sind bislang nicht beim Kinderarzt im Supermarkt oder sonstwo verhungert obwohl ich ihnen nicht dauernd was reinstopfe es geht definitiv ohne !


Spillie / Website (22.4.09 12:16)
Ich kann das auch nicht verstehen, wenn die Eltern die Kinder so vollstopfen.

Mein Beispiel: Ich bin ÜL für eine Kinderturngruppe. Eine Stunde Sport und ich hab es schon erlebt, das IN DER TURNHALLE die Kinder auf der Bank gegessen haben und essen mussten!

Nach dem Turnen ist es gang und gebe, das in der Umkleidekabine die Tupperschüsseln die Runde machen (Kekse, Äpfel, Brote) ..ich hab schon mal gesagt, das irgendwann der Grill rausgeholt wird.

Gegen an komme ich nicht - außer ständig zu wiederholen, das meine beiden NICHTS zu essen brauchen.

Trinken ist natürlich kein Thema, das dürfen sie und das sollen sie auch, aber wie gesagt: Drei Runden laufen und dann einen Keks ist äußerst unverständlich für mich.

(Ebenso haben meine beim Kinderarzt auch nichts gegessen)

Gruss
die Spillie-Mama


vroni (22.4.09 12:39)
@magrat
*Noch schlimmer als die ständig ihre Kinder mästenden Mutties sind die Hypochondermutties, die Dschessika-Tschacklin zu jeder Gelegenheit irgendwelche Glaubuli oder Notfalltropfen in den Mund stopfen.*

Und noch schlimmer als DIESE Mütter, sind die, die andere pausenlos verurteilen....und alles natüüüüüüürlich besser können und wissen gelle?!


DasPossum / Website (22.4.09 14:12)
@Spillie: Wobei das Essen nach dem Sport eine soziale Komponente ist. Im Kindersport hat das einfach was von "Komm, ich geb Dir meins, dann krieg ich was von Dir ab". Und ehrlich gesagt, ich finde das komplett ok.

Ich kann mich sehr genau daran erinnern, daß genau das für mich früher auch ein Gemeinschaftsgefühl war, meine Tochter ist 6 und empfindet das heute genauso. Und mein zweijähriger Sohn findet es einfach spannend, Essen zu tauschen, nachdem man zusammen rumgetobt hat.

Abgesehen davon bekommt Essen dadurch eine "Wir zusammen" Gefühl. Wenn man das Essen nicht auf die reine Nahrungsaufnahme reduziert sondern in die Gemeinschaft integriert, dann finde ich es eine gute Sache.

Auf Deutsch: Auch ich gebe meinen Kindern eine Tupperdose mit Apfel- und Möhrenschnitzen mit. Und dazu steh ich. Jawollja!




Kes (22.4.09 19:34)
Bei unserem Kinderarzt sind Wartezeiten unter 3 Stunden eine Seltenheit, einfach weil sie klasse ist und zweitens mangels vieler weiterer Kinderarztpraxen. Ich hab immer n bissel was dabei, einfach wenn man um 8.15 Uhr nen Termin hat, aber erst kurz nach 12 drankommen kann, dann knurrt selbst mir als Erwachsenem schon mächtig der Magen trotz ausgiebigem Frühstücks. Und meinen Kindern (6 und 4) mute ich nicht zu derart lange auf Nahrung zu verzichten.
Und das sich beim "Rumtoben" automatisch dann auch Durst einstellt, ist auch nicht ungewöhnlich.


Spillie-Mama / Website (22.4.09 20:56)
@DasPossum
Ok - von der Seite habe ich es noch nicht gesehen, ABER
- ich finde in der Turnhalle WÄHREND der Aufwärmübungen muss man kein Keks essen
- auch wenn ich es nicht für nötig befinde, sind obst und gemüse natürlich in Ordnung zum knabber, aber salzcracker und Brote? Nur weil die Kinder sich mal eine Stunde bewegt haben?
- Das WIR Gefühl soll eigentlich beim Sport geschaffen werden, aber ich finde es natürlich klasse wie die Kinder untereinander teilen.

Also nach wie vor: Ich finds unnötig, aber jeder so wie er will.
:-)

die Spillie-Mama


DasPossum / Website (22.4.09 22:59)
@Spillie: Während des Sportes in der Tunrhalle stimmt es natürlich - Essen gehört da nicht hin.
Nach dem Sport haben meine Kinder irgendwie immer Hunger - als ob ein Schalter umkippt


Buchstabensalat / Website (23.4.09 12:53)
Oh ja, Essen beim Sport... was hab ich oft getobt. Bis ich rigoros nichts mehr mitnahm. Klar haben sie Hunger danach, aber die fünf Minuten bis zuhause hat's dann auch gereicht. Wasser? Gibt es im Wasserhahn zuhauf.
Und wie oft hatte ich das Gefühl, meine Drei wollten nur deshalb was, weil was da war...

Salat


Juppinchen (23.4.09 17:14)
Ich bin auch so eine Rabenmutter, die ihrem Sohn noch nie etwas zum Knabbern gegeben hat. In all seinen 8 1/2 Monaten, die er schon auf der Welt ist. Nur Brei. Ich Geizkragen. Und Wasser gebe ich ihm zu trinken, wie brutal.


Sonnenschein (24.4.09 07:52)
Ganz ehrlich ! Ich hoffe, dass ich NIENIENIE in die Bredouille komme, in Ihre Praxis zu müssen !!

Ernst gemeinte Frage: Gibt es eigentlich irgendetwas, was sie gerne Arzt-Sein läßt ?? Ihre Ausführungen erwecken in mir den Eindruck, dass Sie wohl mal ganz gewaltig den Beruf verfehlt haben ! Ich finde es schon sehr traurig, dass Ärzte wie Sie auf unsere Kinder losgelassen werden.

Einen wunderschönen Tag !


Blogolade / Website (24.4.09 10:02)
Bei uns ists so wie bei Familie Buchstabensalat,
Mein Kind ist noch keine 2 und isst etwa 5 Mahlzeiten am Tag, 2,5 Vormittags (von 7-11 Uhr) und 2,5 Nachmittags (von 13-19 Uhr). Wenn wir beim Kinderarzt gerne mal zwischen 30 und 120 Minuten warten müssen, nehmen wir zumindest den Trinkbecher (mit Wasser) mit. Essen gibts dort idR nicht, dafür ist es viel zu spannend mit dem Spielzeug


kinderdok / Website (24.4.09 12:20)
@sonnenschein - danke für ihre ausführungen, ich nehme mir das sehr zu herzen und frage gleich mal beim arbeitsamt nach einer umschulung an. dass ich (und die 8000 patienten seit meiner niederlassung) das so übersehen haben konnte...
ansonsten darf ich sie auch ganz freundlich bitten, nur noch im notfall meine praxis aufzusuchen, dann leiste ich selbstredend hilfe, ansonsten darf ich sie um einen blogwechsel bitten.
welch ironie manche menschen in ihre nicknames stecken.


kinderdok / Website (28.4.09 10:39)
ich glaube, meine ganzen muttis lesen hier meinen blog und wollen mich ärgern: aaaaah! es werden immer mehr kekse! hilfe!!


nochein sonnenschein (28.4.09 12:54)
Sonnenschein hat genau den Punkt getroffen. Dies macht auch Ihre selbstgerechte Antwort deutlich. Ihre innere Einstellung, wie sie aus Ihren Einträgen deutlich wird, würde auch mich dazu veranlassen Ihre Praxis nicht aufzusuchen. Das "Argument" mit den 8.000 Patienten zählt nicht. Das weiß man schon von den Fliegen und so weiter....


kinderdok / Website (28.4.09 13:29)
das mit den fliegen war schon immer eine beleidigung für alle fliegen, weil es ihnen die fähigkeit abspricht, solches als solches wahrzunehmen. wer ist denn nun selbstgerecht?


nochein sonnenschein (28.4.09 14:58)
Den Fliegen wird nicht die Fähigkeit abgesprochen irgend etwas wahr zu nehmen. Vielmehr finden sie in der Mehrzahl etwas gut, was für die meisten anderen Lebewesen nicht ganz so lecker ist.

Soll heißen: Alles ist relativ und das die Masse etwas gut findet, sagt nichts über die Qualität aus.


kinderdok / Website (28.4.09 18:16)
wenn du meine arbeit als scheisse bezeichnest, überträgst du die fliegenmetapher auf meine patienten und ihre eltern - und nimmst ihnen damit eben doch die fähigkeit, selbst zu entscheiden, ob sie bleiben oder gehen.
um bei dem bild zu bleiben: schwirr ab.


nochein sonnenschein (28.4.09 23:20)
Konfliktscheu? Oder einfach nicht kritikfähig? Aber genau das ist es ja was mich davon abhalten würde meine Kinder solchen "Kinder"ärzten wie Ihnen anzuvertrauen. Ein guter Arzt hat immer auch Respekt vor seinen Patienten, deren Befindlichkeiten und Nöten. Aber das könne Sie ja nicht wissen.


nochein sonnenschein (28.4.09 23:25)
Unabhängig davon ist es bemerkenswert, dass ein ein studierter Mensch nicht in der Lage sein soll zu verstehen, dass durch die "Fliegenmetapher" eben keine Wertung der Sache an sich erfolgt. Mein 5jähriger Nachbarssohn hat es jedenfalls verstanden. Aber der ist ja auch kein wichtiger bloggender "Kinderdok"....