kids and me

... neues vom kinderarzt ...
 
 

s´bobele läuft!

was ich schon immer mal zum laufenlernen sagen wollte:

- laufen kann ein kind frühestens mit 9 monaten
- laufen sollte ein kind mit 18 monaten
- alles andere dazwischen ist normal!
- man muss nicht krabbeln können, um laufen zu lernen.
- laufen lernt man am besten barfuss oder mit socken - schuhkaufen erst, wenn das kind fünf schritte alleine macht (ja, auch bei vier schritten.), das spart geld.
- mit nike-adidas-reebok lernt man nicht schneller laufen, auch wenn die schon im kreißsaal angezogen werden.
- das laufen können kommt zuerst, das laufen wollen später.
- lauflernhilfen sind kein euphemismus , sondern sarkasmus , weil damit kinder später laufen lernen. wenn sie sich nicht vorher ein loch in den kopf holen.
- kinder laufen immer zuerst mit einem plattfuss, mit eingedrehten füssen, mit o-beinen, mit knickfüssen. sie können nicht anders, weil das die anatomie gar nicht anderes hergibt.
- einlagen sind was für den geldbeutel des medizintechnikers oder die befriedigung des älteren orthopäden, helfen tun sie nicht.
- das gleiche gilt für lauflernschuhe.
- wer laufen kann, muss auch laufen, der buggy darf im keller verschwinden.
- wer laufen kann, rennt auch gerne. gerne auch über die strasse.
- dauerhaft laufen kann nur der, der dies vorgelebt bekommt.
- laufen verlernt man, wenn der buggy direkt durch das dreirad mit schiebestange abgelöst wird.

weitere infos

20.5.09 22:16

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bisher 17 Kommentar(e)     TrackBack-URL


anonym (21.5.09 00:34)
Danke für diese wunderbar offenen Worte. Mir als hoffentlich zukünftiger Mutter sind sie Balsam auf der Seele.


laurundizza (21.5.09 10:39)
aber, ohne bobby-car, schiebestangenrennrad oder motorroller für kleine muss muddi bzw. vaddi doch in dieser ach so bescheidenen " der tag hat leider nur 24 stunden" zeit doch für einige monate mal sein tempo dem kind anpassen ( und dabei möglicherweise seine scheuklappen absetzen). nebenwirkungen wäre ja, dass der mensch seine welt um sich herum wahrnimmt-und nicht nur dass, was einem in ( leider für real gehaltenen) soaps und gerichtsshows vorgegaukelt wird. "drogenentzug" ist hart. schiebestangen und in karren durchs leben gefahrene kinder aber bequemer. auf auf zur nächsten fernsehsendung..und wenn s die reklame für die so wichtig fürs leben wie ein klienes steak werbesendungen ist.


Katja / Website (21.5.09 12:43)
Oooh jaa, besonders der Punkt mit der "Lauflernhilfe" und dem Buggie wird von Dreirad abgelöst...

Warum die Lauflernhilfen noch nicht Verboten sind ist mir Schleierhaft, Canada macht es doch auch schon und ich meine irgendwo in Skandinavien auch.
Die dinger gehören vom Markt, dieses Teufelszeug.

Unsere Nachbarin hier macht das Praktisch,(Achtung Ironie!) die löst bei ihrer 3 (eher 4) Jährigen das Buggie einfach garnicht ab und schiebt sie die 300 Meter zum Kindergarten.
Naja gut, ab und an nimmt sie den Kikroller oder wie heißen die teile mit den mini Reifen ??Stellt die Kurze mit da drauf, ohne Helm, is ja um die ecke und fährt so.
Na denn gute Fahrt....



LG Katja


Blogolade / Website (21.5.09 15:01)
Wo ist das Problem bei Lauflernschuhen? Ich dachte der Untschied zu "normalen" Kinderschuhen ist nur, dass die Sohle weicher ist und es so mehr ans Barfußfeeling ran kommt *grübel*

ZITAT
- wer laufen kann, muss auch laufen, der buggy darf im keller verschwinden.
- wer laufen kann, rennt auch gerne. gerne auch über die strasse.
ZITAT ENDE
Punkt 2 ist bei uns ausschlaggebend dafür, dass Punkt 1 leider noch nicht statt gefunden hat. Kind hasst es, an der Hand zu laufen (es wird aber ) und die Straße ist ja so spannend.

Wenn Sie dafür noch nen Tip hätten, das wäre toll! ;-)


Silke / Website (21.5.09 16:28)
@Blogolade
Spontan fallen mir dazu diese Laufgurte ein, die es früher schon gab und da wohl auch vermehrt genutzt wurden. Bei der D.M.Drogerie habe ich die schon gesehen.

@Kinderdok
Es gibt aber hoffentlich nichts gegen Krabbelschuhe auszusetzen, oder?


Blogolade / Website (21.5.09 19:22)
Silke: sowas haben wir auch (Opa sei Dank) aber davon lernt sie es ja auch nicht. Das ist ja nur um das schlimmste zu verhindern aber nichts für auf Dauer. *find*

Beispiel heute: wir waren eine Burg besichtigen. Auto unten abgestellt, etwa 200m bergauf gelaufen. Unten auf der Straße waren laute Motorräder und Roller. Kind (vorher recht tapfer) bekommt Angst und will auf den Arm. Gibts nicht, also weiter laufen. Nix da, dachte sich Tochterkind und schmiss sich auf den Boden.


julia (21.5.09 20:42)
sowohl Kinderwagen als auch buggy wurden erst beim zweiten kind angeschafft, damit Kind 1 von zeit zu zeit bei langen Strecken mal aufs Buggyboard kann- hätte es ein Buggyboard ohne Buggy gegeben hätte ich das auch gekauft- Buggy ist seit einem Jahr aussortiert. Kind 1 wurde immer im Tuch getragen oder lief selber, auch wenn der Weg zum Markt 1 1/2 Stunden dauerte. Kind 1, 4 Jahre alt kann laufen, laufen, laufen auch mal 10 km bei einer Wanderung- Kind 2, 2 Jahre alt ist ganz schön lauffaul- obs am Buggy liegt ?


djoe (21.5.09 22:42)
Lauflernschuhe sind im Zehenbereich verstärkt um da nicht zu schnell abzunutzen. Sie waren schön bei einem Kind, das noch nicht ganz laufen konnte, es aber auch auf der kalten Straße üben wollte (Winterkind).

Bei einer lauffesten Einjährigen ist ein Buggy auch nicht schlecht, wenn man zu Ostern den Flughafen Frankfurt aufsucht ... da ist nur die Fünfjährige vernünftig genug, nicht stiften zu gehen.

Dreiräder im Garten, Bobbycars im Haus, so geht es bei uns ganz gut. Spazieren bzw. Besorgungen eben zu Fuß. Beide Mädchen laufen gern. Einen Laufunfall mit Verlust eines Milchschneidezahns oben hatten wir übrigens barfuß.


Daniela / Website (22.5.09 11:48)
Lauflernschuhe: wie ohnmächtig man da doch zu sein scheint, wenn Oma's einem was Gutes (hat sich ja schon Jahrzehnte bewährt!) tun wollen?!

Einen Buggy haben und nutzen wir für unser Töchterlein (knapp 16Monate) auch, aber ich denke wir laufen auch genug zu Fuss - hier im Dorf ausschließlich ohne Buggy, in der Stadt wird er meist doch mitgenommen.

Ich bin voll für den gesunden Mittelweg! ;-)


Silly / Website (22.5.09 17:00)
nun - wie immer gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel


Andra (22.5.09 20:57)
Meinst du mit "Lauflernhilfen" sowas wie eine Gehschule? Meine Nichte hat diese oft und gerne benutzt und trotzdem kann sie mit ihren 11 Monaten wunderbar sicher laufen.
Ich finde deine VERbote auch ein wenig übertrieben. "nie wieder buggy" zB. Wie schon meine Vorredner anmerken: Ohne braucht man einen 50-Stunden-Tag. Die Mischung machts.


zwergpirat (22.5.09 23:22)
Danke für diesen Eintrag. Und ganz besonders für den Punkt mit den Einlagen. Ich mußte dem Orthopäden mit dem Osteopathen drohen, damit er die Verordnung für die Einlagen in den Papierkorb schmiß. Und die Füße meines Minirüpels sind ohne Einlagen (und auch ohne Osteopathie) wunderschön geworden.


JoJo (23.5.09 17:34)
Einlagen gegen Kinderfüsse,
Ostheopatie gegen Geburtsrückstände,
Krankengymnastik gegen Lieblingsseite,
HA-Nahrung gegen Allergien,
Globuli gegen Wutanfälle und Zahnen.
Kindheit muss eine Krankheit sein.


Pharmama / Website (23.5.09 22:30)
Ah, wusste ichs doch, dass die Einlagen nichts bringen. Die hatte ich auch mal, bis sie anfingen mich so zu nerven, dass ich sie einfach weggelassen habe. Hat niemand bemerkt, am allerwenigsten der Arzt.
Junior läuft nicht ... der rennt. Und ich hintendrein. Ich bin sicher, die Umgebung amüsiert sich köstlich. Zumindest kommen wir ziemlich vorwärts und den Buggy ... den brauche ich die 1-2 x pro Woche, wenn ich einkaufen muss zum Transport der Waren.


Utta (25.5.09 08:56)
Oh ja - dem kann ich nur beipflichten.

Mich nerven diese ewigen Vergleiche - "was, er zieht sich noch nicht hoch???" Und das an-der-Hand-laufen-lassen schon mit 6 Monaten.

Wir haben das Ziel, den Kinderwagen mit 2 Jahren auszumustern erreicht :-) Aber eben zu dem "Preis" der Geduld": Der morgendliche Weg zum Bus (in die Krippe) wurde, sobald möglich, durchs Laufen ersetzt (für Erwachsene in 7 Minuten gut machbar). Das dauert am Anfang echt sehr lange (gut 30 Minuten - und das am anderen Ende auch nochmal). Aber wir sind eben auch selbst Bus gefahren und gelaufen und haben kein Auto verwendet. Und das hat sogar sehr oft viel Spaß gemacht: Die ganzen Entdeckungen am Wegesrand, die einem das Kind so zeigt, sind wirklich nett.

Und für Touren in die Stadt haben wir manchmal noch eine Trage dabeigehabt, für "Notfälle". Die steckt man in die Tasche, da ist sie für die Kinder nicht präsent und wird nicht angefordert.


Ute / Website (25.5.09 13:38)
Daß der Buggy verschwinden darf, erzählen Sie doch bitte mal der gluckigen Großmutter, die da meint, man könne doch ein anderthalbjähriges Kind nicht einfach zum Supermarkt laufen lassen, sondern müßte den Buggy noch mindestens zwei Jahre lang behalten und verwenden... "Das arme, arme Kind!"

Und dann lassen Sie diese Großmutter mal auf die Tagesmutter der Kinder treffen, wo ihr berichtet wird, was für eine tolle Kondition die Kinder doch schon haben. *LOL*

Mein Mann und ich sind jedenfalls als Kinderschinder in der Verwandtschaft verschrien. Aber wir können damit leben - wir sind nämlich selber heilfroh, Kinderwagen und Buggy endlich aus dem Haus zu haben. Aber manche Leute trauern ja ach so wehmütig der Babyzeit hinterher...


Anja (28.5.09 01:21)
Da ich immer eine sehr große Runde (Erwachenenzeit 1,5-2h) mit Kind (13 1/2 Monate) und Hund gehen muß und zudem im 5. Monat schwanger bin, geht es ohne Buggy einfach nicht. Mein Sohn läuft viel und gut, aber der Buggy ist trotzdem immer dabei, da ich ihn eben nicht mehr einfach mal tragen kann, wenn er nicht mehr laufen mag. Manchmal geht es einfach nicht anders.